Die Antwort liegt im Glas

Was bei Spirituosen wie Gin, Rum oder Whisky wichtig ist, hätten wir geklärt. Doch wie genießt man sie richtig? Macht das Glas einen Unterschied? Auf die richtige Temperatur kommt es dabei auch an. Wir zeigen Ihnen, wie man den Spirituosengenuss an sein Maximum bringt.

 

Das Gläser-Einmaleins

Ice Ice Baby: Die richtige Temperatur für jede Spirituose

Die absoluten No-gos!

Das Gläser-Einmaleins


<strong>Tumbler</strong>: Ob pur, on the rocks oder ein Klassiker auf einem Eisball - der Tumbler ist für viele Drinks das richtige Trinkgefäß. Hier findet neben Negroni, Old Fashioned und Smash auch ein G&T Platz. <br><br>

<strong>Highball</strong>: Das Standardexemplar für Longdrinks in tausendfachen Varianten. Die Füllmenge sollte mindestens 35 cl fassen, doch was man in das Glas füllt, ist Geschmackssache.

<strong>Martiniglas</strong>: Der Klassiker unter den Cocktailgläsern verdankt seinem Namen dem Martini, doch auch andere Shortdrinks aus 2-3 Zutaten dürfen darin serviert werden. <br><br>

<strong>Coupette</strong>: Das Glas für Margaritas: Die Schwester des Martiniglases bietet etwas mehr Platz für Cocktails, die ohne Eis verzehrt werden.

<strong>Fancyglas</strong>: Wenn es um cremige Cocktails mit Sahne, um besonders exotische oder bunte Cocktails geht, kommt das Ballonglas ins Spiel.

<strong>Nosing Glas</strong>: Die im "Nasenglas" servierten Spirituosen werden zuerst mit der Nase verkostet, da mit dem Geruchssinn das Geschmackserlebnis komplettiert wird.

Ice Ice Baby: Die richtige Temperatur für jede Spirituose

Wer denkt, die Temperatur, bei der wir Spirituosen genießen, hat keinen Einfluss auf deren Geschmack, irrt. Generell gilt: Je kühler, desto weniger riechen und schmecken wir.

Darum gilt es, die optimale Trinktemperatur entsprechend dem jeweiligen Getränk und der eigenen Vorlieben zu finden.

Gin - Beim Purgenuss von Gin scheiden sich die Geister: Genießt man Gin pur, etwa um einzelne Botanicals zu schmecken, sollte er niedrige Raumtemperatur haben. Als G&T gehört Eis dazu - oder die Eiswürfelalternative Gin Stones. Optimale Temperatur: 13-17 Grad.

Rum - Bei der richtigen Temperatur für Rum muss man zwischen weißem und dunklem Rum unterscheiden. Fassgelagerte, schwere Rums bringen warme Röst- und Kaffeenoten mit, die bei Raumtemperatur entsprechend gestärkt werden. Optimale Temperatur (dunkel): 16-21 Grad. Optimale Temperatur (hell): 14-17 Grad.

Whisky - Den unverfälschten Eigencharakter eines Whiskys zu genießen, besonders den eines Single Malt Whiskys, funktioniert nur ohne Eis! Single Malt Whisky wird bei Zimmerwärme getrunken. Eiswürfel sind lediglich in Whisky-Cocktails oder Blends eine Option!

Anders sieht es mit Wasser aus: Gerade bei starken Whiskysorten kann es sein, dass der hohe Alkoholgehalt die Aromastoffe unangenehm überlagert. Dann ist es legitim, den Whisky mit Quellwasser auf die übliche Trinkstärke zu verdünnen. Als Richtwert gilt dabei ein Verhältnis von 1:3, Wasser zu Whisky. Optimale Temperatur: 16-20 Grad.

Die absoluten No-gos!

  • Crushed Ice: Crushed Ice schmilzt rasend schnell und verwässert die Drinks im Nullkommanichts. Sollte also höchstens in Drinks gegeben werden, bei denen dies gewollt ist. Beispiel: Caipirinha. Zu Whisky oder Rum? Fehlanzeige!
     
  • Discounter-Tonic: Guter Gin muss auch mit gutem Tonic gemischt werden. Mit dem Trend zum Wachholdertropfen entstand auch ein regelrechter Trend besonderer Tonic Waters, die perfekt mit den neuen Gins harmonieren. Man denke nur an Thomas Henry oder Fever Tree!

  • Strohhalme: Außer im Longdrink oder im Cocktail haben Strohhalme nichts zu suchen! Gerade nicht, wenn man die Spirits pur genießt.

  • Plastikbecher: Gin Tonic aus dem Plastikbecher? Dann lieber ein Bier direkt aus der Flasche!

  • Ein buntes Durcheinander: Erst Whisky, dann Rum und zuletzt noch ein G&T? Bitte vergessen Sie nicht, dass es sich bei den Spirituosen um harten Alkohol handelt - ein Vollrausch hat mit Genuss nichts zu tun!