Für Gourmets: Spezialitäten aus aller Welt

US Rib Eye, Dry Aged Beef oder aus regional aus dem Schweizer Simmental: Der kulinarischen Fleisch-Extravaganz sind keine Grenzen gesetzt. Für einen außergewöhnlichen Genuss muss der Fleischliebhaber aber nicht unbedingt in die Ferne schweifen, auch direkt vor der Haustür gibt es einige Besonderheiten:

Regionale Renner

Importierte Exoten aus aller Welt

Der Gourmet in Ihnen: 6 Tipps für die Zubereitung zu Hause

Regionale Renner

  • Aromatisch herb mit einem intensiven Geschmack: Das Simmentaler Rind ist seit vielen Jahren äußerst beliebt bei Gourmets. Das auch unter der Bezeichnung Fleckvieh bekannte Rind stammt ursprünglich aus dem Schweizer Simmental.

    Seit dem 18. Jahrhundert ist die Rinderrasse auch in Deutschland beheimatet - mit dem größten Vorkommen in Bayern. Da die Rinder als recht robust gelten, weiden sie überwiegend auf Wiesen im Bergland. Durch den freien Auslauf und die Ernährung von frischem Gras und Kräutern wird das Fleisch besonders würzig, außerdem ist es grobfaseriger und kräftiger marmoriert.

  • Das Schwäbisch-Hällische Landschwein stammt aus dem Nordosten Baden-Württembergs, insbesondere dem Landkreis Schwäbisch Hall sowie einigen angrenzenden Bezirken. Im Jahr 1998 wurde das Qualitätsschweinefleisch als geschützte Herkunftsbezeichnungen aufgenommen.

    Eine artgerechte Haltung und Fütterung werden garantiert und unterliegen strengen Vorschriften. Feinschmecker schätzen das zarte, saftige Fleisch mit einer natürlichen Speckauflage.

  • Das aus Schottland stammende Angus Beef wird seit etwa 100 Jahren auch in Deutschland gezüchtet. Ab den Fünfzigern wurde die Zucht durch Einkreuzungen heimischer Rinderrassen wie Holsteiner und Fleckvieh intensiviert.

Importierte Exoten aus aller Welt

  • Beim Irischen Salzwiesenlamm handelt es sich um eine Rasse von der Atlantikküsten Irlands. Auf den dort salzhaltigen Böden können die Tiere den größten Teil des Jahres frei grasen. Die frische Meeresluft und die langen Weidenperioden spiegeln sich im Geschmack des Fleisches wider: Es gilt als besonders würzig, zart und saftig.

  • Kobe-Beef gilt als das teuerste Rindfleisch der Welt. Im gleichen Atemzug fallen oft die Bezeichnungen Tajima oder Wagyu - Begriffe mit der eigentlich gleichen Bedeutung aber dennoch feinen Unterschieden.

    Beim Kobe-Rind verhält es sich ähnlich wie beim Champagner: Der Name unterliegt dem Gebietsschutz und nur die japanische Rindersorte Tajima, die in der Region Kobe geboren, aufgezogen und geschlachtet werden, dürfen diese Bezeichnung tragen.

    Wagyu-Kobe heißt das Schwarzvieh, wenn es außerhalb Japans - meist in Australien, den USA und Kanada gezüchtet wird. Nicht nur die besondere Marmorierung durch den hohen Fettanteil von mehr als 50 Prozent geben dem Fleisch seinen saftigen, charakteristischen Geschmack, auch das spezielle Futter aus Getreide, Rüben, Kartoffeln und Bier macht das Fleisch besonders würzig.

  • Das nennen wir Nationalstolz: Das Bressehuhn zeigt sich in den Trikolore-Farben Frankreichs. Roter Kamm, weißes Gefieder und blaue Läufe kennzeichnen diese besondere Art aus dem Ort Bresse nahe Lyon. Das hochwertige Hühnerfleisch trägt die kontrollierte Herkunftsbezeichnung AOC (Appellation d’Origine Protégée). Zucht-, Haltungs- und Fütterungsbedingungen werden strengstens kontrolliert.

Der Gourmet in Ihnen: 6 Tipps für die Zubereitung zu Hause

  1. Fleisch sollte vor dem Braten Zimmertemperatur erreicht haben. Auf keinen Fall gefrorenes Fleisch in die Pfanne hauen.

  2. Zubereitung nach Fleischtyp: Experten empfehlen Schwein und Geflügel durchgebraten, die ideale Kerntemperatur liegt bei 65 °C. Lediglich frisches Rindfleisch kann auch medium rare genossen werden. 

  3. Zartes Fleisch wie Rind oder Lamm vor dem Braten nicht salzen oder würzen und von beiden Seiten rund zwei Minuten scharf anbraten, anschließend für etwa 15 Minuten im vorgeheizten Backofen (ca. 80 °C) nachziehen lassen.

  4. Die richtige Würze: Fleisch, das eher sanft im Geschmack ist wie Schwein oder Geflügel können mit etwas stärkeren Aromen wie Chili, Zitronengras oder Ingwer aufgepeppt werden. Bei Rind reicht meist etwas Salz und Pfeffer.

  5. Lassen Sie das Fleisch in Marinaden gut durchziehen, mindestens zwei Stunden. Zucker und Honig sorgen für ein leckeres Röstaroma. Auch Salz darf zum Einsatz kommen, durch die flüssige Mischung besteht keine Gefahr, dass das Fleisch austrocknet.

  6. Gutes Fleisch spielt die Hauptrolle auf Ihrem Teller, daher am besten als Steak zu einem einfachen Salat genießen.